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23 April 2020

Die „neue Normalität“ (in den Provinzial-Geschäftsstellen)

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit nunmehr einem Monat ist die „neue Normalität“ eine Bezeichnung für die Situation in unserem Land. Geschlossene Geschäfte, Restaurants und Schulen, kein Sport, keine Kultur, keine Reisen und eine Kontaktsperre. Wir lernen, der eine besser, der andere vielleicht noch nicht so gut, mit dieser skurrilen Situation zu leben.

Was bedeutet die „neue Normalität“ aber für uns Geschäftsstellenleiter und unsere Teams vor Ort?

Wir müssen uns plötzlich mit Themen wie „Kurzarbeit“ beschäftigen, wir schließen unsere Ladenlokale und leben unsere Philosophie „immer da, immer nah“ plötzlich digital. Wir arbeiten teilweise aus dem Homeoffice in die Kundschaft und setzen alles daran, dass die Geschäfte doch irgendwie weiterlaufen. Dass dies im Moment extrem schwierig ist, merken wir alle!

Zum Glück traf uns Corona einige Tage vor der Auszahlung der April-VP und der Vertriebs- und Schadenboni. Somit wird jetzt aktuell in den meisten Geschäftsstellen hoffentlich noch kein Liquiditätsengpass gegeben sein. Dennoch hören wir auch, dass einige GL vom Angebot der Provinzial zur Zahlung eines AP-Vorschusses schon jetzt Gebrauch machen mussten.

Wie geht es nun seit Montag mit den gestarteten „Lockerungen“ für uns weiter?

Die GL, die Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur angezeigt haben, warten auf einen Bescheid.

Die Möglichkeiten der Gestaltung der Kurzarbeit – inkl. der freiwilligen Aufstockung eines Mitarbeiter-Gehaltes –  haben wir Ihnen mit Hilfe einer Rechtsanwaltskanzlei aufgezeigt. Die insgesamt doch wenigen Rückfragen zu diesem Thema zeigen uns, dass Sie mit den Erläuterungen und Vorlagen soweit klarkommen.

Über die Gebietsdirektionen konnten in den letzten Tagen verschiedene Hygieneartikel geordert werden – auch diesen Service begrüßen wir.

Wie jedoch geht es mit dem weiter, was unsere originäre Aufgabe ist – Vertrieb/Verkauf von Versicherungsverträgen?

Wie verhalten sich unsere Kunden in nächster Zeit? Kommen sie zu uns in unsere Büros?

Oder sind sie bereit, uns in ihre Wohnzimmer zu lassen, um dort von uns „face-to-face“ und ohne Mindestabstand beraten zu werden?

Dies sind doch die Fragen, mit denen wir uns alle in diesen Tagen beschäftigen und deren Antworten so schwer sind!

Viele Selbstständige, aber eben auch die Versicherungsvermittler, bewegt die existenzielle Frage – wie geht es während und nach Corona mit meinem Geschäft weiter? – und wann ist überhaupt „nach“?

Auch wir können diese Fragen nicht beantworten. Irgendwie leben wir alle von der Hoffnung, dass die „neue Normalität“ auch in irgendeiner Form Platz für unseren Job bietet.

Ein erster Schritt in diese Normalität könnte unseres Erachtens eine telefonische Neuordnungs-Aktion im Sachversicherungsbereich sein. Mit dem Verzicht auf eine schriftliche Willenserklärung können wir uns vorstellen, dass wir zumindest telefonisch den einen oder anderen Kunden von einer Optimierung seines bestehenden Versicherungsvertrages überzeugen.

Eine ambitionierte Arbeit in diesen Zeiten, die durchaus eines finanziellen Anreizes für uns GL und für unsere Vertriebsmannschaft bedarf! So wären wir aber in der Lage, mit dem Kunden vertrieblich in Kontakt zu treten und zu bleiben. Denn wir müssen alles daran setzen, bestehende Vertragsbeziehungen mit unseren Kunden jetzt und heute nachhaltig zu sichern!

Ein weiterer wichtiger Effekt: wir müssen genauso jetzt und heute alles daran setzen, die Teams in unseren Büros zusammen- und die Motivation hochzuhalten.

Dafür müssen wir unsere Mitarbeiter sinnvoll und finanziell interessant jetzt und heute einsetzen!

Wir haben die Provinzial, deren bisherige Unterstützungsmaßnahmen wir weiterhin schätzen und für die wir dankbar sind, dringend gebeten, unseren Vorschlag weiter zu verfolgen.

Diese Idee – auch das wollen wir nicht unerwähnt lassen- lassen unsere Vertriebsführung Frau Krummenerl und AO-Chef Dr. Fassbender gerade wohlwollend prüfen.

Was die nächsten Wochen und Monate für uns bereithalten, werden wir sehen und immer wieder neu reagieren. Wir stehen mit vielen von Ihnen per Mail und Telefon im Austausch – auch wir sind trotz Kontaktsperre nah an Ihren Sorgen und Problemen dran.

So beobachten wir natürlich auch die weitere Entwicklung des Neugeschäfts und die damit auch verbundenen Auswirkungen auf die GLP und ZES-Zahlen. Wir sind uns mit unseren Gesprächspartnern im Hause darüber einig, dass es sinnvoll ist, die Entwicklung in den nächsten Wochen und Monaten genau im Blick zu haben, um dann anhand von Fakten über diese Themen zu sprechen.

Wir können es nur wiederholen – melden Sie sich bei uns, wenn auch Sie Ideen und Vorschläge haben oder wenn der Schuh drückt!

Ansonsten verabschieden wir uns für heute mit dem mittlerweile üblichen Gruß:

Bleiben Sie bitte gesund und passen Sie gut auf sich, Ihre Lieben und auch Ihr Team auf!

 

Beste Grüße

vom Vorstand des GL-Verbandes

 

 

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